Wassertemperaturen

Bei den Wassertemperaturen sind die meisten Zwerggarnelen mit Werten zwischen 20 und 23 Grad Celsius zufrieden und können mit Ausnahme weniger Arten bei Zimmertemperaturen in normal beheizten Räumen gehalten werden.

 

Auch wenn die Wassertemperatur im Winter kurzfristig bis auf 16 Grad Celsius zurückgehen sollte, schadet es den Tieren normalerweise nicht. Was jedoch vermieden werden sollte, sind plötzliche Schwankungen! Der natürliche Rhythmus zwischen Sommer- und Winterzeit verläuft letztendlich auch schrittweise, sodass sich die Tiere in der Natur früh genug an die sich ändernden Temperaturen gewöhnen können.

Osmose-Wasser

Wenn das Leitungswasser partout nicht mit den Ansprüchen der Zwerggarnelen vereinbar ist, bietet die Umkehrosmose-Anlage eine hilfreiche Alternative.

 

Mit der Umkehrosmose wird ein Filtrationsverfahren bezeichnet, das sogar Substanzen im Molekularbereich herausfiltert. Wie bei einem normalen Filter läuft das Wasser durch ein Filtermedium, nämlich durch eine halbdurchlässige Membran. Diese Membran ist nicht wasserdurchlässig, sondern kann Wasser aufnehmen und gibt es nach Durchlauf durch Poren mit einer Größe von weniger als zehntausendstel Mikrometern gereinigt frei.

 

Mit der Umkehrosmose wird also aus Leitungswasser ein reines Wasser ohne jegliche Härte, Pestizide, Medikamente, Silikate und Schadstoffe hergestellt. Bis zu 98 % aller Salze und Stoffe werden dem Wasser durch die Osmose-Anlage entzogen. Da sich in diesem Wasser jedoch „gar nichts mehr“ befindet, muss es mit speziellen Salzen wieder mit Mineralien und Spurenelementen angereichert werden. Auch die gewünschte Härte des Wassers lässt sich durch Aufsalzen einstellen.

 

Andere Züchter arbeiten auch mit Austauscherharzen und Ionenaustauschern, wobei ich die Umkehrosmose-Anlage auch aus wirtschaftlichen Gründen für praktikabler halte.

Leitwert

Der darüber hinaus oft in Bezug auf die Garnelenhaltung herangezogene Leitwert gibt an, wie gut elektrische Energie durch das Aquarienwasser fließen kann. Letztendlich misst der Leitwert also ebenfalls, wie viele Salze (Kalk, Spurenelemente, Nitrat, Phosphat oder ähnliche Schadstoffe) im Aquarienwasser gelöst sind. Leitwerte werden in Mikrosiemens gemessen und sind von der Wassertemperatur sowie anderen Faktoren abhängig.

 

Als echtes Summenparameter wird der Leitwert von ALLEN gelösten Stoffen beeinflusst, sodass er bei stetigem Ansteigen ohne Zutun des Halters beispielsweise auch Abbauprodukte der Aquarienbewohner anzeigt und so dezent darauf hinweist, dass dringend ein Teilwasserwechsel notwendig ist.

 

Wasser mit einem niedrigen Leitwert gilt daher als besonders „rein“, wobei bei allen Bemühungen um ein möglichst sauberes Aquarienwasser nicht vergessen werden darf, dass Zwerggarnelen einen bestimmten Bedarf an Mineralien und Spurenelementen haben. Um ein maßgefertigtes Gleichgewicht herzustellen, greifen viele Garnelenfreunde daher auf Osmose-Wasser zurück, das mit speziellen Salzen wieder „aufgehärtet“ wird. Durch die Aufhärtung lassen sich Wasserparameter gezielt einstellen und dem Wasser benötigte Mineralien und Spurenelemente wieder zuführen.

 

Ein richtig ermittelter Leitwert lässt übrigens auch auf die Wasserhärte schließen: 33 µS/cm ergeben eine Gesamthärte von 1°dH! Funktioniert natürlich auch anders herum, wobei der Leitwert in µS/cm durch 33 geteilt die Gesamthärte in °dH ergibt.