pH, GH, KH & Co.

pH-Wert

Der pH-Wert zeigt, ob ein Wasser sauer oder alkalisch/basisch ist. Mit einem pH-Wert von 7 wird neutrales Wasser bezeichnet, während alles unter 7 als sauer gilt und alles über 7 entsprechend alkalisch.

Viele Zwerggarnelen, insbesondere die Neocaridina-Arten, sind jedoch relativ anspruchslos in Bezug auf Wasserwerte. Sie kommen mit einem pH-Wert um 7 zurecht und sind auch mit den in den üblichen Leitungswässern enthaltenen GH- (Gesamthärte) und KH- (Carbonathärte) -Werten zufrieden. Viele Caridina-Arten bevorzugen hingegen einen pH-Wert im leicht sauren Bereich, was insbesondere für die Zucht von Interesse ist.

GH und KH

Der GH-Wert ist ein Wert für die im Aquarienwasser gelösten Salze. Ein gewisses Maß an Härte brauchen Zwerggarnelen im Wasser, um ihren Panzer auszuhärten, wobei die Ansprüche von Art zu Art variieren.

Die Carbonathärte (KH) ist hingegen ein Anhaltspunkt, wieviele Anionen Carbonat und Hydrogencarbonat im Wasser enthalten sind. Mit der optimalen Carbonathärte wird durch eine Säurepufferfunktion eine schnelle und starke Veränderung beim pH-Wert vermieden. In der Regel gilt: niedriger KH-Wert = niedriger pH-Wert, hoher KH-Wert = alkalischer pH-Wert.

Dünger im Garnelenbecken

Alles was im Aquarium lebt, benötigt auch Nahrung zum Wachsen und Leben! In erster Linie versorgt Dünger die Aquarienpflanzen mit Nahrung, wobei die Pflanzen dem Aquarienwasser wiederum Schadstoffe wie Nitrat oder Phosphat entnehmen und umwandeln. Ich bin jedoch auch der Überzeugung, dass Pflanzendünger so viele Spurenelemente liefert, von denen im Endeffekt auch die Zwerggarnelen profitieren.

Der von mir in der kompletten Zuchtanlage genutzte Dünger enthält im Übrigen sogar Kupfer, ohne dass meine Tiere in irgendeiner Weise davon Schaden nehmen. Es kommt – wie bei so vielen Dingen – nur auf die richtige Menge an! Hier findet Ihr den von mir in allen Becken genutzten Dünger.

Der Teilwasserwechsel

Wer sich vor Augen führt, dass Zwerggarnelen in ihrem Aquarienwasser leben, sterben, fressen, sich vermehren und nicht zuletzt auch durch Absatz von Kot und Urin ihre Hinterlassenschaften erledigen, dem leuchtet der Sinn und Zweck von regelmäßigen Teilwasserwechseln von ganz allein ein.

Ich empfehle einen wöchentlichen Teilwasserwechsel von 50 % des Aquarienwassers. Wenn es wöchentlich aus Zeitgründen nicht geht, sollte ein entsprechend hoher Teilwasserwechsel jedoch mindestens alle zwei Wochen durchgeführt werden.

Auch die beste Filteranlage wandelt die Wasserbelastungen nur um, ohne sie gänzlich zu entfernen. Nur mit Frischwasser kann demnach im Aquarienwasser wieder für ein angemessenes und in Bezug auf die Keimdichte vernünftiges Verhältnis gesorgt werden.

Im Idealfall wird das Wechselwasser vortemperiert in das Aquarium gegeben, um große Temperaturschwankungen zu vermeiden. Temperaturunterschiede von wenigen Grad Celsius werden jedoch auch von Zwerggarnelen gut vertragen und können in Bezug auf Häutungen sogar anregend wirken.

Die Nutzung von Wasseraufbereitern kann ich ebenfalls empfehlen, um Risiken von Chlor und Schwermetallen im Leitungswasser zu reduzieren. Jedoch sollte zuerst der Wasseraufbereiter und dann das Wechselwasser eingefüllt werden, wenn nicht das Wechselwasser schon außerhalb des Aquariums entsprechend aufbereitet werden kann. Beim Kauf von Wasseraufbereitern für Garnelenbecken sollte immer auf eine entsprechende Eignung geachtet werden!