Dünger im Garnelenbecken

Alles was im Aquarium lebt, benötigt auch Nahrung zum Wachsen und Leben! In erster Linie versorgt Dünger die Aquarienpflanzen mit Nahrung, wobei die Pflanzen dem Aquarienwasser wiederum Schadstoffe wie Nitrat oder Phosphat entnehmen und umwandeln. Ich bin jedoch auch der Überzeugung, dass Pflanzendünger so viele Spurenelemente liefert, von denen im Endeffekt auch die Zwerggarnelen profitieren.

Der von mir in der kompletten Zuchtanlage genutzte Dünger enthält im Übrigen sogar Kupfer, ohne dass meine Tiere in irgendeiner Weise davon Schaden nehmen. Es kommt – wie bei so vielen Dingen – nur auf die richtige Menge an! Hier findet Ihr den von mir in allen Becken genutzten Dünger.

Der Teilwasserwechsel

Wer sich vor Augen führt, dass Zwerggarnelen in ihrem Aquarienwasser leben, sterben, fressen, sich vermehren und nicht zuletzt auch durch Absatz von Kot und Urin ihre Hinterlassenschaften erledigen, dem leuchtet der Sinn und Zweck von regelmäßigen Teilwasserwechseln von ganz allein ein.

Ich empfehle einen wöchentlichen Teilwasserwechsel von 50 % des Aquarienwassers. Wenn es wöchentlich aus Zeitgründen nicht geht, sollte ein entsprechend hoher Teilwasserwechsel jedoch mindestens alle zwei Wochen durchgeführt werden.

Auch die beste Filteranlage wandelt die Wasserbelastungen nur um, ohne sie gänzlich zu entfernen. Nur mit Frischwasser kann demnach im Aquarienwasser wieder für ein angemessenes und in Bezug auf die Keimdichte vernünftiges Verhältnis gesorgt werden.

Im Idealfall wird das Wechselwasser vortemperiert in das Aquarium gegeben, um große Temperaturschwankungen zu vermeiden. Temperaturunterschiede von wenigen Grad Celsius werden jedoch auch von Zwerggarnelen gut vertragen und können in Bezug auf Häutungen sogar anregend wirken.

Die Nutzung von Wasseraufbereitern kann ich ebenfalls empfehlen, um Risiken von Chlor und Schwermetallen im Leitungswasser zu reduzieren. Jedoch sollte zuerst der Wasseraufbereiter und dann das Wechselwasser eingefüllt werden, wenn nicht das Wechselwasser schon außerhalb des Aquariums entsprechend aufbereitet werden kann. Beim Kauf von Wasseraufbereitern für Garnelenbecken sollte immer auf eine entsprechende Eignung geachtet werden!

Wassertemperaturen

Bei den Wassertemperaturen sind die meisten Zwerggarnelen mit Werten zwischen 20 und 23 Grad Celsius zufrieden und können mit Ausnahme weniger Arten bei Zimmertemperaturen in normal beheizten Räumen gehalten werden.

 

Auch wenn die Wassertemperatur im Winter kurzfristig bis auf 16 Grad Celsius zurückgehen sollte, schadet es den Tieren normalerweise nicht. Was jedoch vermieden werden sollte, sind plötzliche Schwankungen! Der natürliche Rhythmus zwischen Sommer- und Winterzeit verläuft letztendlich auch schrittweise, sodass sich die Tiere in der Natur früh genug an die sich ändernden Temperaturen gewöhnen können.