Leitwert

Der darüber hinaus oft in Bezug auf die Garnelenhaltung herangezogene Leitwert gibt an, wie gut elektrische Energie durch das Aquarienwasser fließen kann. Letztendlich misst der Leitwert also ebenfalls, wie viele Salze (Kalk, Spurenelemente, Nitrat, Phosphat oder ähnliche Schadstoffe) im Aquarienwasser gelöst sind. Leitwerte werden in Mikrosiemens gemessen und sind von der Wassertemperatur sowie anderen Faktoren abhängig.

 

Als echtes Summenparameter wird der Leitwert von ALLEN gelösten Stoffen beeinflusst, sodass er bei stetigem Ansteigen ohne Zutun des Halters beispielsweise auch Abbauprodukte der Aquarienbewohner anzeigt und so dezent darauf hinweist, dass dringend ein Teilwasserwechsel notwendig ist.

 

Wasser mit einem niedrigen Leitwert gilt daher als besonders "rein", wobei bei allen Bemühungen um ein möglichst sauberes Aquarienwasser nicht vergessen werden darf, dass Zwerggarnelen einen bestimmten Bedarf an Mineralien und Spurenelementen haben. Um ein maßgefertigtes Gleichgewicht herzustellen, greifen viele Garnelenfreunde daher auf Osmose-Wasser zurück, das mit speziellen Salzen wieder "aufgehärtet" wird. Durch die Aufhärtung lassen sich Wasserparameter gezielt einstellen und dem Wasser benötigte Mineralien und Spurenelemente wieder zuführen.

 

Ein richtig ermittelter Leitwert lässt übrigens auch auf die Wasserhärte schließen: 33 µS/cm ergeben eine Gesamthärte von 1°dH! Funktioniert natürlich auch anders herum, wobei der Leitwert in µS/cm durch 33 geteilt die Gesamthärte in °dH ergibt.

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